Archiv der Kategorie: Französischer Film

Oscar 2012 – Die Gewinner

Am 26. Februar war es mal wieder soweit, in Los Angeles wurden die Academy Awards zum 84. Mal vergeben. And the Winners are:

Bester Film / Best Picture
„The Artist“ – Thomas Langmann


Regie / Directing
Michel Hazanavicius – „The Artist“


Hauptdarsteller / Actor in a Leading Role
Jean Dujardin – „The Artist“


Hauptdarstellerin / Actress in a Leading Role
Meryl Streep – „Die Eiserne Lady“


Nebendarsteller / Actor in a Supporting Role
Christopher Plummer – „Beginners“


Nebendarstellerin / Actress in a Supporting Role
Octavia Spencer – „The Help“


Filmmusik / Original Scorey
„Die Eiserne Lady“ – Mark Coulier, J. Roy Helland


Original Song / Song
„Die Muppets“ – Bret McKenzie (Man or Muppet)


Sound / Ton
„Hugo Cabret“ – Tom Fleischman, John Midgley


Tonschnitt / Sound Editing
„Hugo Cabret“ – Philip Stockton, Eugene Gearty


Drehbuch / Screenplay Written
„Midnight in Paris“ – Woody Allen


Drehbuch -Adaption / Screenplay Based on
„The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“ – Alexander Payne, Nat Faxon, Jim Rash


Ausstattung / Art Direction
„Hugo Cabret“ – Dante Ferretti, Francesca Lo Schiavo


Schnitt / Film Editing
„Verblendung“ – Kirk Baxter, Angus Wall


Maske / Makeup
„Die Eiserne Lady“ – Mark Coulier, J. Roy Helland


Kostüme / Costume Design
„The Artist“ – Mark Bridges


Spezial Effekte / Visual Effects
„Hugo Cabret“ – Rob Legato, Joss Williams, Ben Grossman, Alex Henning


Kamera / Cinematography
„Hugo Cabret“ – Robert Richardson


bester ausländischer Film / Foreign Language Film
„Nader und Simin – Eine Trennung“ (Iran) – Regie: Asghar Farhadi


Animationsfilm / Best Animated Picture
„Rango“ – Gore Verbinski


Kurzfilm / Short Film
„The Shore“ – Terry George, Oorlagh George


Kurz-Animationsfilm / Short Film-Animation
„The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore“ – William Joyce, Brandon Oldenburg


Kurz-Dokumentarfilm / Documentary: Short Subject
„Saving Face“ – Daniel Junge, Sharmeen Obaid-Chinoy


Dokumentarfilm / Documentary: Feature
„Undefeated“ – T. J. Martin, Dan Lindsay, Richard Middlemas

(Quelle: Oscar)

Berlinale 2012

Die Filme der 62. Filmfestspiele im Überblick:

„Les adieux à la reine“ (Frankreich / Spanien) von Benoît Jacquot mit Diane Kruger u.a.

„Aujourd’hui“ (Frankreich / Senegal) von Alain Gomis mit Saul Williams

„Extremely loud and incredibly close“ (Vereinigte Staaten; a. K.) von Stephen Daldry mit Max von Sydow, Tom Hanks

„À moi seule“ von Frédéric Videau mit Agathe Bonitzer

„Cesare deve morire“ (Italien) von Paolo und Vittorio Taviani

„Barbara“ (Deutschland) von Christian Petzold mit Nina Hoss, Jasna Fritzi Bauer, u.a.

„Dictado“ (Spanien) von Antonio Chavarrías

„Captive“ (Frankreich / Philippinen / Deutschland / Großbritannien) von Brillante Mendoza

„Metéora“ (Griechenland / Deutschland) von Spiros Stathoulopoulos

„Shadow Dancer“ (Großbritannien / Irland; außer Konkurrenz) von James Marsh

„L’enfant d’en haut“ (Schweiz / Frankreich) von Ursula Meier

„Jayne Mansfield’s Car“ (Russland / Vereinigte Staaten) von Billy Bob Thornton

„Jin Líng Shi San Chai“ (China; außer Konkurrenz) von Zhang Yimou mit Christian Bale u.a.

„Was bleibt“ (Deutschland) von Hans-Christian Schmid mit Lars Eidinger, Corinna Harfouch u.a.

„Tabu“ (Portugal / Deutschland / Brasilien) von Miguel Gomes

„Kebun Binatang“ (Indonesien/Deutschland / Hongkong) von Edwin

„Bai Lu Yuan“ (China) von Wang Quan’an

„Csak a szél“ (Ungarn / Deutschland / Frankreich) von Bence Fliegauf

„Gnade“ (Deutschland / Norwegen) von Matthias Glasner mit Jürgen Vogel, Birgit Minichmayr

„En kongelig affære“ (Dänemark / Tschechische Republik / Deutschland / Schweden) von Nikolaj Arcel mit Mads Mikkelsen u.a.

–  „Rebelle“ (Kanada) von Kim Nguyen

„Bel Ami“ (Großbitannen / Frankreich / Italien; außer Konkurrenz) von Declan Donnellan und Nick Ormerod mit Robert Pattinson, Uma Thurman u.a.

„Flying Swords of Dragon Gate“ (Hongkong / China; außer Konkurrenz) von Tsui Hark

Ziemlich beste Freunde

IM KINO:
Eine Komödie, in deren Mittelpunkt die Freundschaft zweier ungleicher Männer steht: „Ziemlich beste Freunde- Les Intouchables“
Ein Überraschungserfolg des – noch jungen – Jahres aus Frankreich.

Driss (Omar Sy) ist ein Sozialhilfeempfänger, der sich eigentlich nur ein paar Absagen bei Bewerbungsgesprächen einholen will. Er braucht drei gescheiterte Vorstellungsgespräche, um in den Genuss des Arbeitslosengeldes zu kommen- mehr nicht. Für den, ab dem Kopf gelähmten, reichen Philippe (Francois Cluzet), auf dessen Pflegestelle sich Driss pro Forma bewirbt, empfindet er kein besonders großes Mitleid.
Und genau das ist es, was Philippe braucht. Kein Mitleid. Driss wird engagiert.

Die beiden sind die jeweiligen Gegenstücke des anderen- Philippe ist reich, Driss ist in der armseligen Vorstadt zu Hause. Philippe ist weiß und liebt die Klassik, Driss ist schwarz und steht auf Kool and the Gang. Beide haben unterschiedliche Arten, ihre Probleme zu lösen- während Philippe im Privatjet dem Sonnenuntergang entgegenfliegt, um Abstand zu bekommen, zieht Driss lieber einen Joint in der Abendsonne durch.
Letztendlich lernen sie voneinander und werden sehr gute Freunde.
Driss darf herrlich politisch unkorrekt mit dem behinderten Philippe umgehen, es gibt viele lustige Momente, wie der, als er seinem „Patienten“ beim Rasieren einen Hitlerbart stehenlässt und der sich nicht dagegen wehren kann.
Driss findet sein Herz und sein Interesse für Kunst, während Philippe die wohltuende Kraft eines Joints entdeckt und durch die unbeschwerte Art seines jungen Pflegers neuen Lebensmut findet.

Die Darsteller Omar Sy und Francois Cluzet überzeugen, ohne groß auf den Tränendrüsen der Zuschauer herumzutrampeln.
Eine schöne Komödie, die sich traut, spielerisch und leicht mit sozialen Unterschieden, Hautfarben und Lebensphilosophien umzugehen.

Gleich zwei Regisseure – Olivier Nakache und Éric Toledano – führten Regie und brachten bereits 2004 einen Dokumentarfilm über die wahre Geschichte, die Philippe Pozzo di Borgo im Jahr 2001 als autobiographisches Buch
„Le Second Souffle“ herausbrachte.
Philippe machte es bei den Regisseuren Nakache und Toledano zur Bedingung, eine Komödie aus dem Stoff zu machen.

UPDATE 14.11.2012:
Ein US-Remake von „Ziemlich beste Freunde“ mit Collin Firth und Chris Tucker ist in Planung…

„Ziemlich beste Freunde“ (Le Intouchables), Frankreich 2011 / Regie:  Olivier Nakache, Éric Toledano mit Francois Cluzet, Omar Sy u.a.
Ziemlich beste Freunde auf IMDB
           Filmhomepage (orig. franz.)