Ziemlich beste Freunde

IM KINO:
Eine Komödie, in deren Mittelpunkt die Freundschaft zweier ungleicher Männer steht: „Ziemlich beste Freunde- Les Intouchables“
Ein Überraschungserfolg des – noch jungen – Jahres aus Frankreich.

Driss (Omar Sy) ist ein Sozialhilfeempfänger, der sich eigentlich nur ein paar Absagen bei Bewerbungsgesprächen einholen will. Er braucht drei gescheiterte Vorstellungsgespräche, um in den Genuss des Arbeitslosengeldes zu kommen- mehr nicht. Für den, ab dem Kopf gelähmten, reichen Philippe (Francois Cluzet), auf dessen Pflegestelle sich Driss pro Forma bewirbt, empfindet er kein besonders großes Mitleid.
Und genau das ist es, was Philippe braucht. Kein Mitleid. Driss wird engagiert.

Die beiden sind die jeweiligen Gegenstücke des anderen- Philippe ist reich, Driss ist in der armseligen Vorstadt zu Hause. Philippe ist weiß und liebt die Klassik, Driss ist schwarz und steht auf Kool and the Gang. Beide haben unterschiedliche Arten, ihre Probleme zu lösen- während Philippe im Privatjet dem Sonnenuntergang entgegenfliegt, um Abstand zu bekommen, zieht Driss lieber einen Joint in der Abendsonne durch.
Letztendlich lernen sie voneinander und werden sehr gute Freunde.
Driss darf herrlich politisch unkorrekt mit dem behinderten Philippe umgehen, es gibt viele lustige Momente, wie der, als er seinem „Patienten“ beim Rasieren einen Hitlerbart stehenlässt und der sich nicht dagegen wehren kann.
Driss findet sein Herz und sein Interesse für Kunst, während Philippe die wohltuende Kraft eines Joints entdeckt und durch die unbeschwerte Art seines jungen Pflegers neuen Lebensmut findet.

Die Darsteller Omar Sy und Francois Cluzet überzeugen, ohne groß auf den Tränendrüsen der Zuschauer herumzutrampeln.
Eine schöne Komödie, die sich traut, spielerisch und leicht mit sozialen Unterschieden, Hautfarben und Lebensphilosophien umzugehen.

Gleich zwei Regisseure – Olivier Nakache und Éric Toledano – führten Regie und brachten bereits 2004 einen Dokumentarfilm über die wahre Geschichte, die Philippe Pozzo di Borgo im Jahr 2001 als autobiographisches Buch
„Le Second Souffle“ herausbrachte.
Philippe machte es bei den Regisseuren Nakache und Toledano zur Bedingung, eine Komödie aus dem Stoff zu machen.

UPDATE 14.11.2012:
Ein US-Remake von „Ziemlich beste Freunde“ mit Collin Firth und Chris Tucker ist in Planung…

„Ziemlich beste Freunde“ (Le Intouchables), Frankreich 2011 / Regie:  Olivier Nakache, Éric Toledano mit Francois Cluzet, Omar Sy u.a.
Ziemlich beste Freunde auf IMDB
           Filmhomepage (orig. franz.)

2 Antworten zu “Ziemlich beste Freunde

  1. schöner film!!!

Kommentar

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