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Israel-Loves-Iran

Kann das Internet Kriege verhindern?
Die Facebook-Aktion eines Israelis wirft Fragen auf.
Aus der Reihe: Fitz van Thom sagt jetzt auch mal was. Selber!

Israel-Loves-Iran (derz. 110 000 Mitglieder), so heißt eine Facebook-Seite, die der israelische Werbe-Agentur-Chef Ronny ins Leben gerufen hat.
Untertext: „Wir lieben euch, wir werden Euer Land nicht bombardieren!“ (original: „We love you, we will never bomb your country“)

Stastistik (jetzt schon längst nicht mehr aktuell)

Klar, in letzter Zeit passieren viele Dinge, die ohne das Internet undenkbar gewesen wären- Revolutionen, Aufstände, Aufdeckung politischer Skandale, illegale Kinobesuche usw. – aber, dass ein Krieg verhindert würde, wäre ein Novum.
Eine einfache Botschaft wie „Wir lieben Euch!“ erfreut sich rasender Beliebtheit- auf beiden Seiten- denn sofort kam die Antwort in Form von Iran-Loves-Israel ( derz. 30 000 Mitglieder) aus dem Iran.

Wer Interesse an diesem Konflikt hat, der jetzt schon so lange schwelt, mag sich jeder selbst ausmalen- da hab ich gar keinen Bock zu, irgendwelches Wasser auf irgendjemandes Mühlen zu gießen. Viel interessanter ist diese kleine, riesengroße „Wir lieben Euch“-Geste. „All you need is Love„- weiß man doch!

Würde hier, aufgrund einer Masse von Leuten- und der LIEBE irgendeine militärische Aktion verhindert werden- ich würde es für eine große Sache halten und ein starkes Argument für ein freies Internet.

Vielen Dank fürs Lesen- Fitz.
22.03.2012/21.00 Uhr – edited 11.04.2013/11.00 Uhr

Quellen: https://www.facebook.com/pushpin  https://www.facebook.com/israellovesiran https://www.facebook.com/pages/Iran-Loves-Israel/326301454094205 https://www.facebook.com/FromIranForPeaceAndDemocracy

Wulffs Anruf bei Diekmann im Wortlaut

Bundespräsident Christian Wulff setzt den Jounalisten Kai Diekmann unter Druck, beschimpft und droht mit strafrechtlichen Konsequenzen …
Das komplette Anruf-Protokoll hier lesen.

Wulffs Anruf bei Diekmann im Wortlaut

Bundespräsident Christian Wulff setzt Jounalisten unter Druck und droht mit strafrechtlichen Konsequenzen bei Veröffentlichung über Unregelmäßigkeiten bei der Kreditvergabe für dessen Einfamilienhaus. Ausgerechnet der aufrichtige und ehrenwerte Chefredakteur der BILD wurde Opfer unseres kreditwürdigen Präsidenten.
Auf der Mailbox von Kai Diekmann findet sich ein Drohanruf vom Präsidenten.

Hier nun der genaue Wortlaut des relativ einseitigen Telefonats:

„Äh…Hallo? Ich wollte dir mal eins sagen, du Redakteur für Schwachsinnige!
Der Rubi … sei ruhig, Betty…! Also, äh der Rubikwürfel ist gefallen… Quatsch-  der Rubikon ist jetzt eindeutig überschritten!
Wenn du Krieg willst, müssen wir drüber reden, wie der äh… Krieg zu führen ist, das machen Kriegsführer nämlich immer so!
Und weißt du was, Kai?! Wenn ihr schreibt, dass mit meinem Kredit was nicht stimmt, muss ich brechen… ähm dann kommt es zum endgültigen Bruch zwischen uns! Zum Schnitt! Das ist noch besser!
Das Band zwischen uns ist dann zerschnitten!
Außerdem wird das auch strafrechtliche Konsequenzen haben- schließlich bin ich immer noch der Präsi!
Warum sagst du eigentlich nichts, du Hund?! Ach so äh ja … Scheiße!
Wir waren immer nett zu dir! Die äh… Dings hat dir damals im Artemis sogar für umsonst… äh… aber das nächste Mal blase ich dir den Marsch, du Pfeifendeckel!
Pressefreiheit gilt nämlich nur für die richtige Presse, du ABC-Schütze!
Am Ende kommt ihr noch auf die Idee, zu behaupten, dass ich bei der gescheiterten Übernahme als Aufsichtsrat mehr wußte, als ich gesagt hab! Haha, da müßte ich ja 1,8 Milliarden Schadensersatz zahlen, soviel kann ich mir nicht leihen!
Ihr wollt meinen Rücktritt?! Gerne! Ich trete gerne zurück, aber mit Stahlkappen, mein Freund, mit Stahlkappen!
Oh, ach so äh… ich möchte mich für den Ton und die Drohungen in aller Form entschuldigen. Sorry, ja?! Wieder lieb?“
Im Hintergrund hört man Bettina schluchzen und in eine Gucci-Tasche schneuzen. #                                                                               Satire f vt