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Gewinner – Deutscher Filmpreis „Lola“

Der Deutsche Filmpreis wurde am 27. April 2012 verliehen, DAS ERSTE übertrug die Veranstaltung ab 21.45 Uhr. Die Gewinner sind:

GEWINNER:

Bester Spielfilm in Gold
HALT AUF FREIER STRECKE Peter Rommel – Rommel Film – Regie: Andreas Dresen – mit Milan Peschel, Steffi Kühnert

Bester Spielfilm in Silber
BARBARA Florian Koerner von Gustorf, Michael Weber – Schramm Film
Koerner & Weber – Regie: Christian Petzold

Bester Spielfilm in Bronze
KRIEGERIN Eva-Marie Martens, René Frotscher – Mafilm Martens Film und Fernsehproduktion – Regie: David Wnendt

Bester Dokumentarfilm
GERHARD RICHTER PAINTING Thomas Kufus – zero one film – Regie: Corinna Belz

Bester Kinderfilm
WINTERTOCHTER Philipp Budweg, Thomas Blieninger, Mikolaj Pokromski – schlicht und ergreifend Film und Pokromski Studio – Regie:
Johannes Schmid

Bestes Drehbuch
David Wnendt KRIEGERIN

Beste Regie
Andreas Dresen HALT AUF FREIER STRECKE

Beste darstellerische Leistung – weibliche Hauptrolle
Alina Levshin KRIEGERIN

Beste darstellerische Leistung – männliche Hauptrolle
Milan Peschel HALT AUF FREIER STRECKE

Beste darstellerische Leistung – weibliche Nebenrolle
Dagmar Manzel DIE UNSICHTBARE

Beste darstellerische Leistung – männliche Nebenrolle
Otto Mellies HALT AUF FREIER STRECKE

Beste Kamera / Bildgestaltung
Anna J. Foerster ANONYMUS

Bester Schnitt
Peter R. Adam ANONYMUS

Bestes Szenenbild
Sebastian Krawinkel ANONYMUS

Bestes Kostümbild
Lisy Christl ANONYMUS

Bestes Maskenbild
Björn Rehbein, Heike Merker ANONYMUS

Beste Filmmusik
Lorenz Dangel HELL

Beste Tongestaltung
Hubert Bartholomae, Manfred Banach ANONYMUS

Ehrenpreis
Michael Ballhaus

Bernd Eichinger Preis
Michael Bully Herbig

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NOMIERUNGEN:

Bester Spielfilm
– «Anonymus»
– «Barbara»
– «Dreiviertelmond»
– «Halt auf freier Strecke»
– «Hell»
– «Kriegerin»

Bester Dokumentarfilm
– «Charlotte Rampling – The Look»
– «Gerhard Richter Painting»
– «The Big Eden»Lola

Bester Kinderfilm
– «Tom Sawyer»
– «Wintertochter»

Bestes Drehbuch
– Andreas Dresen und Cooky Ziesche für «Halt auf freier Strecke»
– Christian Petzold für «Barbara»
– David Wnendt für «Kriegerin»

Beste Regie
– Andreas Dresen für «Halt auf freier Strecke»
– Christian Petzold für «Barbara»
– Hans Weingartner für «Die Summe meiner einzelnen Teile»

Beste Schauspielerin
– Sandra Hüller für «Über uns das All»
– Steffi Kühnert für «Halt auf freier Strecke»
– Alina Levshin für «Kriegerin»

Bester Schauspieler
– Milan Peschel für «Halt auf freier Strecke»
– Peter Schneider für «Die Summe meiner einzelnen Teile»
– Ronald Zehrfeld für «Barbara»

Beste Nebendarstellerin
– Christian Drechsler für «Die Unsichtbare»
– Fritzi Haberlandt für «Fenster zum Sommer»
– Dagmar Manzel für «Die Unsichtbare»

Bester Nebendarsteller
– Hermann Beyer für «Vergiss dein Ende»
– Otto Melies für «Halt auf freier Strecke»
– Bernhard Schütz für «Das System»

Beste Kamera und Bildgestaltung
– Anna J. Foerster für «Anonymus»
– Hans Fromm für «Barbara»
– Daniel Gottschalk für «Die vierte Macht»
– Peter Przybylski für «Fenster zum Mond»

Bester Schnitt
– Peter R. Adam für «Anonymus»
– Bettina Böhler für «Barbara»
– Jörg Hauschild für «Halt auf freier Strecke»

Bestes Szenenbild
– Uli Hanisch für «Hotel Lux»
– Sebastian Krawinkel für «Anonymus»
– Heike Lange für «Hell»

Bestes Maskenbild
– Christina Baier für «Hell»
– Kitty Kratschke, Katharina Nädelin und Georg Korpás für «Hotel Lux»
– Björn Rehbein und Heike Merker für «Anonymus»

Bestes Kostümbild
– Lisy Christl für «Anonymus»
– Anette Guther für «Barbara»
– Leonie Leuenberger für «Hell»
– Ute Paffendorf für «Hotel Lux»

Beste Filmmusik
– Oli Biehler für «Der Albaner – Shqiptari»
– Lorenz Dangel für «Hell»
– Timo Hietala für «Fenster zum Sommer»

Beste Tongestaltung
– Hubert Bartholomae und Manfred Banach für «Anonymus»
– Hubert Bartholomae und Hugo Poletti für «Hell»
– Andreas Mücke-Niesytka, Dominik Schleier und Martin Steyer für «Barbara»

Quelle: http://www.deutscher-filmpreis.de/

Berlinale 2012

Die Filme der 62. Filmfestspiele im Überblick:

„Les adieux à la reine“ (Frankreich / Spanien) von Benoît Jacquot mit Diane Kruger u.a.

„Aujourd’hui“ (Frankreich / Senegal) von Alain Gomis mit Saul Williams

„Extremely loud and incredibly close“ (Vereinigte Staaten; a. K.) von Stephen Daldry mit Max von Sydow, Tom Hanks

„À moi seule“ von Frédéric Videau mit Agathe Bonitzer

„Cesare deve morire“ (Italien) von Paolo und Vittorio Taviani

„Barbara“ (Deutschland) von Christian Petzold mit Nina Hoss, Jasna Fritzi Bauer, u.a.

„Dictado“ (Spanien) von Antonio Chavarrías

„Captive“ (Frankreich / Philippinen / Deutschland / Großbritannien) von Brillante Mendoza

„Metéora“ (Griechenland / Deutschland) von Spiros Stathoulopoulos

„Shadow Dancer“ (Großbritannien / Irland; außer Konkurrenz) von James Marsh

„L’enfant d’en haut“ (Schweiz / Frankreich) von Ursula Meier

„Jayne Mansfield’s Car“ (Russland / Vereinigte Staaten) von Billy Bob Thornton

„Jin Líng Shi San Chai“ (China; außer Konkurrenz) von Zhang Yimou mit Christian Bale u.a.

„Was bleibt“ (Deutschland) von Hans-Christian Schmid mit Lars Eidinger, Corinna Harfouch u.a.

„Tabu“ (Portugal / Deutschland / Brasilien) von Miguel Gomes

„Kebun Binatang“ (Indonesien/Deutschland / Hongkong) von Edwin

„Bai Lu Yuan“ (China) von Wang Quan’an

„Csak a szél“ (Ungarn / Deutschland / Frankreich) von Bence Fliegauf

„Gnade“ (Deutschland / Norwegen) von Matthias Glasner mit Jürgen Vogel, Birgit Minichmayr

„En kongelig affære“ (Dänemark / Tschechische Republik / Deutschland / Schweden) von Nikolaj Arcel mit Mads Mikkelsen u.a.

–  „Rebelle“ (Kanada) von Kim Nguyen

„Bel Ami“ (Großbitannen / Frankreich / Italien; außer Konkurrenz) von Declan Donnellan und Nick Ormerod mit Robert Pattinson, Uma Thurman u.a.

„Flying Swords of Dragon Gate“ (Hongkong / China; außer Konkurrenz) von Tsui Hark

„Ein Tick anders“ Jasna Fritzi Bauer im Interview mit Fitz van Thom + Legaler Stream

feuersalamander

„Ein Tick anders“ umsonst, legal, entspannt auf spiegel.tv sehen>>

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FOTO: Stefan Klüter

 

Die 1989 in Wiesbaden geborene Schauspielerin Jasna Fritzi Bauer spielt in der Kinokomödie „Ein Tick anders“ ein, am Tourette-Syndrom leidendes, Mädchen im  Teenageralter. Die junge Bauer überzeugt unter der Regie des genial einfühlsamen Regisseurs Andi Rogenhagen mit ihrem tragisch-komischem Spiel, dass sie genau ins richtige Maß setzt. Durch- man möchte sie, ihrer frischen, energiegeladenen Art wegen, einfach nur „Fritzi“ nennen-  durch Fritzi beleuchtet der Film die isolierende Krankheit von der eher heiteren Seite , ohne dabei seicht zu wirken oder gar respektlos mit der Erkrankung umzugehen. Viele Leute, die über diesen Film herzlich lachen können, wären bei einer echten Begegnung mit einem Tourette-Patienten- wahrscheinlich aufs Heftigste geschockt und erschüttert, deshalb ist es Fritzi Bauer auch sehr wichtig für das Verständnis des Krankheitsbildes zu werben und das tut man am besten mit Humor.

Schauspielkollege Fitz van Thom hat ihr einige Fragen zum Film „Ein Tick anders“ gestellt: Fritzi, wie lange übst du deinen Beruf schon aus? Ich arbeite in dem Beruf jetzt schon seit 7 Jahren. Habe allerdings die ersten Jahre Musicals gespielt und bin dann umgestiegen auf Schauspiel und Film.
Wo fühlst du dich wohler, auf der Bühne oder vor der Kamera? Das ist schwer zu sagen. Beides hat Vor- und Nachteile. Aber ich glaube, ich bin genauso gerne auf der Bühne, wie ich vor der Kamera stehe.
Was war das allerschönste Erlebnis in deinem Beruf? Hmm… es gibt so viele schöne Erlebnisse, die schönsten Erlebnisse sind für mich, wenn man mit tollen Kollegen gemeinsam etwas entwickeln und schaffen kann und Spaß dabei hat. Und das ist bei mir Momentan zum Glück oft so!
Was war hingegen das allerschlimmste Erlebnis im Beruf? Schlimmes gibt es auch viel…
Würdest du Andere ermutigen, den Schauspielberuf zu ergreifen? Schwierig. Viele Leute haben eine falsche Vorstellung vom Beruf des Schauspielers. Die sehen den „Ruhm“ und den „Glamour“ und die Filme aus Amerika oder auch aus Deutschland. Man denkt; Mensch so ein Schauspieler hat bestimmt ein Leben im Saus und Braus. So wird einem das ja auch durch etliche Magazine und Sendungen vermittelt. Aber so ist das eben nicht. Vor allem am Theater. Man verdient wenig Geld, man arbeitet die meiste Zeit 7 Tage die Woche und hat wenig Zeit für anderes. Auch beim Film sieht es nicht viel prächtiger aus. Also würde ich Andere nur bedingt ermutigen, diesen Job zu ergreifen.
Im Film „Ein Tick anders“ spielst du eine Tourette-Patientin – hat des Spaß gemacht, die ganze Zeit nicht darauf achten zu müssen, was einem aus dem Gehirn fällt? Das Spielen hat sehr viel Spaß gemacht, aber ganz so einfach war’s dann doch nicht.  Die Sätze sind fast immer genau nach Drehbuch gesprochen in dem Film. Also fiel das alles leider nicht ganz so einfach aus dem Gehirn…
Also, kein „Laufenlassen“ und einfach freiquatschen?                            Alle Wörter die in dem Film so fallen, stammen tatsächlich aus dem Drehbuch.
War es leicht, nach Drehschluss nicht mehr „Fotze“ oder „Arschloch“ an jeden Satz dranzuhängen? Ich muss sagen, es war wirklich einfach.  Ja, weil ich in diesem Fall ja eine Rolle spiele und diese Krankheit gehört zur Rolle und die ist nach Drehschluss ja auch nicht mehr da und mit ihr auch alles was sie ausmacht.
Denkt man während des Entstehungsprozesses auch ab und zu an die dunklen Seiten der Krankheit Tourette? Ständig. Wenn man sich ein paar Monate lang mit dem Thema beschäftigt und immer mehr Informationen zu der Krankheit bekommt, fragt man sich oft, wie das sein muss, so eine Krankheit zu haben. Vorstellen kann ich mir das immer noch gar nicht. Ich habe mit meiner Arbeit einen kleinen Einblick in das Tourette-Syndrom bekommen, aber nachempfinden kann ich nicht  wirklich, wie es ist mit dieser Krankheit zu leben…
Woran arbeitest du im Moment? Momentan befinde ich mich in den Dreharbeiten zum Kinofilm „Barbara“, in dem Christian Petzold Regie führt und ich an der Seite von Nina Hoss und Ronald Zehrfeld spielen darf. Dazu arbeite ich Momentan noch an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin als Gast in zwei Theaterstücken und probiere gerade „Die Nibelungen“ von Hebbel mit  Kollegen- ein eigenes Projekt, welches wir zusammen auf die Beine stellen und in verschiedenen Theatern aufführen werden.
Dafür wünsche ich alles Gute und weiterhin viel Erfolg- und ich finde, du hast einen guten Job gemacht!                                                        Danke für die Blumen!  #

Fitzi vs. Fritzi

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„Ein Tick anders“ D 2011, P: Wüste-Film, R: Andi Rogenhagen, D: Jasna Fritzi Bauer,Waldemar Kobus, Victoria Trauttmansdorff, Stefan Kurt, Renate Delfs, Traute Hoess, Falk Rockstroh, Stefan Lampadius, Jürgen Rißmann, Nora Tschirner, Das Bo u.a. Film-Homepage      Jasna Fritzi Bauer-Homepage      Tourette.de „Für Elise“ ARTIKEL auf ZEIT ONLINE lesen>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>