Archiv der Kategorie: US-Film

Wir kaufen einen Zoo

NEU IM KINO: Familienkomödiendramakomödie fast ohne Kitsch- Matt Damon in „Wir kaufen einen Zoo“.
Kinostart Deutschland: 3. Mai 2012 / FSK: 0 Jahre

Wenn Matt Damon nach  Actionthrillern wie Bourne Identity, Departed, Green Zone und Contagion einen Familienfilm macht, kann der nur kitschig werden.
Wird er aber nicht. Jedenfalls fast nicht- eine minimale Prise Kitsch kann jeder gute Film vertragen.
Wenn man aber den Titel „Wir kaufen einen Zoo“ und den Plot dazu hört, denkt man zuerst an eine leichte Familienkomödie ohne Tiefen und Melancholie.
Ist sie aber nicht.


Matt Damon spielt den abenteuerlustigen Journalisten Benjamin Mee, der nach dem Tod seiner Frau (Stephanie Szostak) plötzlich ein 100-Prozent-Familienvater sein muss- was ihm mit seinem pubertierenden Sohn Dylan (Perfekt gecastet: Colin Ford- könnte glatt Matt Damons leiblicher Sohn sein) und seiner siebenjährigen Tochter Rosi (Maggie Elizabeth Jones) mehr oder weniger gut gelingt.
Er versucht für sich und seine Kinder einen Neuanfang, indem er- wer kennt das nicht, wir standen alle schon mal vor der gleichen Entscheidung- einfach einen Zoo kauft.
Der Tierpark ist ziemlich heruntergekommen, aber als leitende Tierpflegerin kommt ihm Kelly Foster (Scarlett Johansson) entgegen, was ja auch ein Ansporn sein kann, sich auf dieses Abenteuer einzulassen.
Es gilt, den Zoo auf Vordermann zu bringen, um ihn zum Eröffnungstag in neuem Glanz erstrahlen zu lassen- Schwierigkeiten macht dabei mal wieder das liebe Geld. Außerdem steht der pedantische Unsympath und Zooprüfer Walter Ferris (John Michael Higgins) den Aufräumarbeiten im Weg.
In diese (wahre) Geschichte ist ein Vater-Sohn Konflikt eingewoben, der mit- für amerikanische Filme relativ ungewöhnlich- viel Zeit und Liebe zum Detail gelöst wird. Während Benjamin mit seinen Kindern offen über den Tod ihrer Mutter spricht, lässt er sie auch gleichzeitig los, immer im Wissen, dass er die Liebe seines Lebens verloren hat.
Im Mittelpunkt des Films stehen Liebe, Abenteuer, Verlust und natürlich Tiere.
Auch wenn sich viele Kritker über diesen „Wohlfühlfilm“ mokieren und ihm Überzuckerung vorwerfen, ist er dennoch ein sehenswerter Streifen- warum sollten wir unseren Kindern Filme mit Happy Ends vorenthalten?
Wir hatten sie doch auch.

Das „Wir kaufen einen Zoo“, wenngleich es sicher bei jüngeren Zuschauern wegen des Todes der Mutter zu Fragen kommen wird, ohne Altersbeschränkung freigegeben wurde, war die richtige Entscheidung.

„Wir kaufen einen Zoo“ (We Bought a Zoo), USA 2011, Regie: Cameron Crowe; Buch: Benjamin Mee; Darsteller: Matt Damon, Scarlett Johansson, Colin Ford, Maggie Elizabeth Jones, Angus Macfadyen, Elle Fanning, Patrick Fugit, Stephanie Szostak, John Michael Higgins, Carla Gallo, J.B. Smoove u.a.

Quellen: 20th Century Fox, Youtube
PMUVA5ND4CBG

 

Ted

AB 02.08.2012 IM KINO: Ted is real!
Nach diversen Actionkrachern versucht sich Mark Wahlberg nun in einer Komödie um einen jungen Mann, dessen Teddy aus Kindheitstagen ihn noch heute begleitet.
Als er sich als Kind wünschte, daß sein Teddy lebt und mit ihm sprechen und spielen kann, hätte John (Mark Wahlberg) nicht erwartet, daß dieser Wunsch umgehend in Erfüllung geht und „Ted“ ihn auch noch als Erwachsenen begleitet.
Natürlich ist auch der Teddy inzwischen erwachsen geworden und nun kann John mit ihm kiffen, saufen und Frauen aufreißen.

Doch bald kommt es, weil Johns Freundin Lori (Mila Kunis) nicht wirklich vorhat, ihr Leben mit einem 80 Zentimeter großen Plüschtier zu teilen, zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen den einstigen Freunden fürs Leben…

„Ted“, USA 2012, mit Mark Wahlberg, Mila Kunis u.a., Regie: Seth MacFarlane

Quellen: imdb.com, youtube.comtedisreal.com

This must be a place – Cheyenne

Edward mit den Scherenhänden meets Ozzy Osbourne.
Sean Penn ist Cheyenne – der geschminkte Nazijäger…

„Vielleicht bekommt Sean Penn allein
für seinen Haarschnitt einen Oscar.“
                                                     Moviepilot


Deutscher Trailer bei VIP-Kinomagazin auf youtube.

Sean Penn als alternder Rockstar, dem irgend eine Droge die Synapsen durchgeschmort hat, was ihn zum liebenswerten Halbzombie durch den Film trotteln lässt. Das allein würde wahrscheinlich nicht reichen, das kennen wir schon von Ozzy Osbourne- also wird um den, von Selbstzweifeln gequälten Cheyenne eine Story erzählt, die aufregend und ruhig zugleich zu sein scheint.
Seit sich, vor ein paar Jahrzehnten, zwei jugendliche Fans unter dem Einfluss der Musik des Rockstars umbrachten, hat Cheyenne kein Instrument mehr angefasst. Er versucht, an den Gräbern der Jungs Vergebung zu finden, doch deren Eltern machen Cheyenne unmissverständlich klar, dass er an den letzten Ruhestätten ihrer Kinder nicht erwünscht ist.
Als Cheyenne erfährt, dass sein Vater im Sterben liegt, kommt er leider aufgrund seiner Flugangst zu spät.
Er lernt seinen jüdischen Vater erst nach dessen Tod richtig kennen, erfährt von dessen Jagd auf seinen KZ-Peiniger Alois Lange und macht sich jetzt selbst auf die Suche nach dem Deutschen…
Ein Roadtrip, durch den ein zauberhafter Soundtrack führt.


 

„Cheyenne- this must be a place“, USA 2012
R: Paolo Sorrentino, Mit: Sean Penn u.v.a.

Quellen: imdb.com, youtube, vip-kinomagazin, moviepilot.de