Archiv der Kategorie: stream

„Extras“ – britischer Humor mit Ricky Gervais

Es gibt einige Comedyserien, die jenseits des „Two and a half men“- und
„How i met your mother“ – Mainstreams liegen. Eine davon ist „Extras„.
Extras ist der englische Ausdruck für die Komparsen am Filmset.
Ricky Gervais, einer der großartigsten britischen Comedians, die die Insel je hervorbrachte, hat sich der Thematik des täglichen Überlebenskampfes jener Extras, die sich selber gern sehr wichtig nehmen, gewidmet und zeigt in der gleichnamigen BBC-Serie, was hinter den Kulissen des Filmbusiness geschieht.


„Extras“, BBC ©2005, mit Ricky Gervais, Stephen Merchant, Ashley Jensen, Ben Stiller, Robert de Niro, Samuel L. Jackson, Kate Winslet, Patrick Stewart, Daniel Radcliffe, Orlando Bloom, David Bowie u.v.a

Ricky Gervais, den meisten erst bekannt durch seine saftigen Reden bei den Verleihungen der Golden Globe Awards®, spielt den „Hintergrund-Künstler“ Andy Millmann in seinem ständigen Kampf um ein paar Lines, da gesprochener Text- egal wie wenig- bei Filmproduktionen sehr viel höher vergütet wird, als stumme Rollen.
Maggie Jacobs, sein weibliches Pendant wird von Gervais schottischer Kollegin Ashley Jensen („Drachenzähmen leichtgemacht“) gespielt, sie begleitet ihn durch alle Folgen.
Die Idee ist genial – wir sehen Gervais und Jensen in den Hauptrollen, wie sie Nebenrollen verkörpern und in den Nebenrollen, die Hauptrollen darstellen sollen- Stars wie Ben Stiller, Robert de Niro, Samuel L. Jackson, Kate Winslet, Patrick Stewart, Daniel Radcliffe, Orlando Bloom, David Bowie und viele andere. Besonders Filmschaffende haben an der Serie, ihren Dialogen und Situationen ihre Freude, weil jeder schon einmal Schwätzern am Set begegnet ist, die ihr mangelndes Talent durch eine Fülle an Ich-war-dabei-Geschichten zu kompensieren suchen.
Gervais authentisches Spiel macht die Serie, in der man sich teilweise fremdschämen, aber auch mit den Charakteren leiden muss, so sehenswert.
Diese Art des lebensnahen Spiels kennen wir auch aus anderen Serien, an denen der begnadete Brite mitwirkte. „The Office“ beispielsweise – eine Serie, die in den USA nur vier Jahre nach ihrer Erstaustrahlung ein Remake erfuhr und auch in Deutschland unter dem Namen „Stromberg“ (Christoph Maria Herbst) einen Siegeszug auf den Fernsehbildschirmen antrat.
Ricky Gervais spielte hier nicht nur, sondern schrieb – ebenso wie für „Extras“ auch die Drehbücher und produzierte das Ganze zusammen mit seinem Partner Stephen Merchant.

"Extras", Comedy-Serie, Ricky Gervais, Stephen Merchant, 
GB ©2005-2007, BBC, HBO

Quellen: BBC, HBO, IMDB, Youtube

Wie böse ist Kino.to wirklich?

Eine Studie, die belegt, dass Kino.to-User überdurchschnittlich viel Geld für Kinokarten und DVDs ausgeben, sollte unter Verschluss gehalten werden.

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) kommt in einer Studie zu dem Ergebnis, dass User, die illegale Streamingportale benutzen, überdurchschnittlich oft ins Kino gehen. Damit wäre das Hauptargument der Filmindustrie- nämlich das es durch Kino.to und andere illegale Portale zu erheblichen Einbussen kommt, absolut widerlegt. Umso pikanter ist es da, dass diese Studie unter Verschluss gehalten werden sollte, was natürlich dank des Internets ein relativ aussichtsloses Unterfangen ist.

kinox.to

Das Hauptargument der Filmindustrie ist wertlos. FOTO: http://www.kinox.to

Die Studie sollte „…im Giftschrank verschwinden…!“ so ein Insider, denn die GfK ist als Lobbyist großer Mediekonzerne unter anderem dafür zuständig, Einschaltquoten und Besucherzahlen zu ermitteln. Da passt es einfach nicht ins Bild, wenn die Studie behauptet: „Wer Filme herunterlädt, hat ein erhöhtes Interesse am Kino…. ebenfalls ist eine erhöhte Kaufbereitschaft an DVDs zu verzeichnen…“

Da die Filmindustrie seit einiger Zeit an ähnlichen, aber legalen Streamingseiten arbeitet, hat die Abschaltung von Kino.to (erfolglos, siehe hier) wohl eher etwas mit Ausschalten der Konkurrenz zu tun, als damit, dass die Filmindustrie massive Verluste durch Streamingportale einfährt.

„Damit haben wir nicht gerechnet!“ ließ der  GfK – Insider, der selbstverständlich anonym bleiben will, verlauten.  „Wir vermuten das schon lange!“ war dagegen vom Hauptverband Deutscher Filmtheater e.V. (HDF) zu hören, dem Dachverband der Kinos in Deutschland.

Die GfK legt Wert auf die Feststellung, dass sie keinerlei Bestimmungsrecht über ihre Studien habe und es nicht  in den Händen der Gesellschaft liege, darüber zu entscheiden, welche Studie veröffentlicht werde.                        RD