Archiv der Kategorie: Satire

Elsterglanz- Im Banne der Rouladenkönigin (1)

JETZT IM KINO: „Im Banne der Rouladenkönigin“ von Elsterglanz
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Wenn man mal einen richtig schlechten Film, mit schlechten Witzen und übler elsterglanz dvd bestellenStory sehen will, dann sollte man „Im Banne der Rouladenkönigin“ von Elsterglanz meiden und etwas anderes schauen.
Jetz jeht euch de Pumpe, ihr Brummer, wah?

Der Erfolg ist überwältigend- nachdem das Eislebener Komikerduo einige wenige  Kopien seines selbstfinanzierten Films in ein paar kleine Kinos brachte, ist der Andrang und die Nachfrage ungebrochen. So stark, das man den Film jetzt überall im Osten der Republik in großen Kinos sehen kann.

Die Kinokette CineStar kam auf die beiden Comedians zu und bot an, den Film auf Riesenleinwände zu bringen, seitdem starten in immer mehr Großstädten die großen Elsterglanz-Festspielwochen.
Der Humor der beiden Jungs aus Sachsen-Anhalt ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber das ist der Humor von Mario Barth ja gottseidank auch nicht.
Die Geschichte von Elsterglanz, die sich ihren Namen nach dem Edelmetallreinunigungspastenprodukt Putzmittel aus der DDR ausgesucht haben, ist zudem viel interessanter.
Gilbert Rödiger und Sven Wittek aus Eisleben sind gute Freunde und versprechen sich, nie auseinander zu ziehen.
Als einer der beiden einen Job in Kosovo Wiesbaden annimmt, geht der andere einfach mit. Vorher nehmen sie noch ein paar Hörspiele und Parodien von bekannten Liedern und Filmszenen für ihre Freunde auf und erreichen damit im Internet plötzlich Kultstatus. Von dieser Anerkennung selbst überrascht, war ihr erstes Livekonzert in London Eisleben komplett ausverkauft.
Das bekannteste Beispiel für die schräge Mansfelder Mundart und den ebenso schrägen Humor, der nicht nur im Osten Deutschlands ankommt, ist die Synchronisation einer Szene aus Rambo.
Vom diesem Erfolg beflügelt,  drehten Elsterglanz dann ihren eigenen Kinofilm. Komplett in Eigenregie und einem sparsamen Budget.
(Hat aber trotzdem jenuch Knack jekostet.)
„Im Banne der Rouladenkönigin“ hatte am 13. April in Eisleben Premiere.
Hier der Trailer.     MiRo

„Im Banne der Rouladenkönigin“, Deutschland 2011, Strüffler Production,
Ein Elsterglanz Kinofilm mit Gilbert Rödiger, Sven Wittek  u.a.

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Quellen: Facebook, Elsterglanz, youtube, wikipedia

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Ted

AB 02.08.2012 IM KINO: Ted is real!
Nach diversen Actionkrachern versucht sich Mark Wahlberg nun in einer Komödie um einen jungen Mann, dessen Teddy aus Kindheitstagen ihn noch heute begleitet.
Als er sich als Kind wünschte, daß sein Teddy lebt und mit ihm sprechen und spielen kann, hätte John (Mark Wahlberg) nicht erwartet, daß dieser Wunsch umgehend in Erfüllung geht und „Ted“ ihn auch noch als Erwachsenen begleitet.
Natürlich ist auch der Teddy inzwischen erwachsen geworden und nun kann John mit ihm kiffen, saufen und Frauen aufreißen.

Doch bald kommt es, weil Johns Freundin Lori (Mila Kunis) nicht wirklich vorhat, ihr Leben mit einem 80 Zentimeter großen Plüschtier zu teilen, zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen den einstigen Freunden fürs Leben…

„Ted“, USA 2012, mit Mark Wahlberg, Mila Kunis u.a., Regie: Seth MacFarlane

Quellen: imdb.com, youtube.comtedisreal.com

„Extras“ – britischer Humor mit Ricky Gervais

Es gibt einige Comedyserien, die jenseits des „Two and a half men“- und
„How i met your mother“ – Mainstreams liegen. Eine davon ist „Extras„.
Extras ist der englische Ausdruck für die Komparsen am Filmset.
Ricky Gervais, einer der großartigsten britischen Comedians, die die Insel je hervorbrachte, hat sich der Thematik des täglichen Überlebenskampfes jener Extras, die sich selber gern sehr wichtig nehmen, gewidmet und zeigt in der gleichnamigen BBC-Serie, was hinter den Kulissen des Filmbusiness geschieht.


„Extras“, BBC ©2005, mit Ricky Gervais, Stephen Merchant, Ashley Jensen, Ben Stiller, Robert de Niro, Samuel L. Jackson, Kate Winslet, Patrick Stewart, Daniel Radcliffe, Orlando Bloom, David Bowie u.v.a

Ricky Gervais, den meisten erst bekannt durch seine saftigen Reden bei den Verleihungen der Golden Globe Awards®, spielt den „Hintergrund-Künstler“ Andy Millmann in seinem ständigen Kampf um ein paar Lines, da gesprochener Text- egal wie wenig- bei Filmproduktionen sehr viel höher vergütet wird, als stumme Rollen.
Maggie Jacobs, sein weibliches Pendant wird von Gervais schottischer Kollegin Ashley Jensen („Drachenzähmen leichtgemacht“) gespielt, sie begleitet ihn durch alle Folgen.
Die Idee ist genial – wir sehen Gervais und Jensen in den Hauptrollen, wie sie Nebenrollen verkörpern und in den Nebenrollen, die Hauptrollen darstellen sollen- Stars wie Ben Stiller, Robert de Niro, Samuel L. Jackson, Kate Winslet, Patrick Stewart, Daniel Radcliffe, Orlando Bloom, David Bowie und viele andere. Besonders Filmschaffende haben an der Serie, ihren Dialogen und Situationen ihre Freude, weil jeder schon einmal Schwätzern am Set begegnet ist, die ihr mangelndes Talent durch eine Fülle an Ich-war-dabei-Geschichten zu kompensieren suchen.
Gervais authentisches Spiel macht die Serie, in der man sich teilweise fremdschämen, aber auch mit den Charakteren leiden muss, so sehenswert.
Diese Art des lebensnahen Spiels kennen wir auch aus anderen Serien, an denen der begnadete Brite mitwirkte. „The Office“ beispielsweise – eine Serie, die in den USA nur vier Jahre nach ihrer Erstaustrahlung ein Remake erfuhr und auch in Deutschland unter dem Namen „Stromberg“ (Christoph Maria Herbst) einen Siegeszug auf den Fernsehbildschirmen antrat.
Ricky Gervais spielte hier nicht nur, sondern schrieb – ebenso wie für „Extras“ auch die Drehbücher und produzierte das Ganze zusammen mit seinem Partner Stephen Merchant.

"Extras", Comedy-Serie, Ricky Gervais, Stephen Merchant, 
GB ©2005-2007, BBC, HBO

Quellen: BBC, HBO, IMDB, Youtube