Archiv der Kategorie: pro 7

Selten so ein Scheiße gesehen: Schulz in the Box (Pro 7)

Scheiße gibt es im Fernsehen zuhauf zu sehen, aber das Format von Songwriter und Entertainer Olli Schulz, „Schulz in the Box“ ist geile Scheiße.
Hier sieht man, dass jemand die Mechanismen des Fernsehens durchschaut hat, umdreht und  trotzdem Sensationslust stillen und wunderbar unterhalten kann.

Olli Schulz (FOTO: Heiko Richard)

Olli Schulz (FOTO: Heiko Richard)

In seiner Sendung lässt sich Olli Schulz in eine Kiste stecken, wegkarren und befreit sich dann, am Ziel angekommen, aus seinem Gefängnis.
Wo er aufschlägt, weiß er nicht. Er weiß nur, dass er einen Tag im Leben von Jemandem begleiten wird, der ein wenig anders lebt, als der Durchschnitt der Menschen.
Dabei ist Schulz von einer Offenheit, die ihn als guten Menschen zeigt- eine Eigenschaft, die humorvolle Menschen oft (nicht immer) auszeichnet.
In der ersten Folge besucht er „Fuck for Forrest“ eine Kommune, die in einer Berliner Jugendstilwohnung Pornos und erotische Filme dreht, die man auf der Webseite fuckforforrest.com anschauen kann. Der Zugang zur Seite kostet etwas und der Erlös wird in Projekte zur Rettung des Regenwaldes investiert…

Olli Schulz hat einen langen Weg hinter sich- mit Höhen und Tiefen, die einen Künstler, der an seine Kunst glaubt, nunmal begleiten. Und er glaubte an seine Kunst.
Seit einiger Zeit verdient er sogar richtiges Geld damit und es scheint ihm noch nicht zu Kopfe gestiegen zu sein.
Die erste Sendung von „Schulz in the Box“ war ein gelungener Einstieg und wir freuen uns auf die Fortsetzungen.                                                                                  FvT

Olli Schulz-Webseite  |  „Schulz in the Box“ auf Pro 7Montags, 22.15, Pro 7

„Extras“ – britischer Humor mit Ricky Gervais

Es gibt einige Comedyserien, die jenseits des „Two and a half men“- und
„How i met your mother“ – Mainstreams liegen. Eine davon ist „Extras„.
Extras ist der englische Ausdruck für die Komparsen am Filmset.
Ricky Gervais, einer der großartigsten britischen Comedians, die die Insel je hervorbrachte, hat sich der Thematik des täglichen Überlebenskampfes jener Extras, die sich selber gern sehr wichtig nehmen, gewidmet und zeigt in der gleichnamigen BBC-Serie, was hinter den Kulissen des Filmbusiness geschieht.


„Extras“, BBC ©2005, mit Ricky Gervais, Stephen Merchant, Ashley Jensen, Ben Stiller, Robert de Niro, Samuel L. Jackson, Kate Winslet, Patrick Stewart, Daniel Radcliffe, Orlando Bloom, David Bowie u.v.a

Ricky Gervais, den meisten erst bekannt durch seine saftigen Reden bei den Verleihungen der Golden Globe Awards®, spielt den „Hintergrund-Künstler“ Andy Millmann in seinem ständigen Kampf um ein paar Lines, da gesprochener Text- egal wie wenig- bei Filmproduktionen sehr viel höher vergütet wird, als stumme Rollen.
Maggie Jacobs, sein weibliches Pendant wird von Gervais schottischer Kollegin Ashley Jensen („Drachenzähmen leichtgemacht“) gespielt, sie begleitet ihn durch alle Folgen.
Die Idee ist genial – wir sehen Gervais und Jensen in den Hauptrollen, wie sie Nebenrollen verkörpern und in den Nebenrollen, die Hauptrollen darstellen sollen- Stars wie Ben Stiller, Robert de Niro, Samuel L. Jackson, Kate Winslet, Patrick Stewart, Daniel Radcliffe, Orlando Bloom, David Bowie und viele andere. Besonders Filmschaffende haben an der Serie, ihren Dialogen und Situationen ihre Freude, weil jeder schon einmal Schwätzern am Set begegnet ist, die ihr mangelndes Talent durch eine Fülle an Ich-war-dabei-Geschichten zu kompensieren suchen.
Gervais authentisches Spiel macht die Serie, in der man sich teilweise fremdschämen, aber auch mit den Charakteren leiden muss, so sehenswert.
Diese Art des lebensnahen Spiels kennen wir auch aus anderen Serien, an denen der begnadete Brite mitwirkte. „The Office“ beispielsweise – eine Serie, die in den USA nur vier Jahre nach ihrer Erstaustrahlung ein Remake erfuhr und auch in Deutschland unter dem Namen „Stromberg“ (Christoph Maria Herbst) einen Siegeszug auf den Fernsehbildschirmen antrat.
Ricky Gervais spielte hier nicht nur, sondern schrieb – ebenso wie für „Extras“ auch die Drehbücher und produzierte das Ganze zusammen mit seinem Partner Stephen Merchant.

"Extras", Comedy-Serie, Ricky Gervais, Stephen Merchant, 
GB ©2005-2007, BBC, HBO

Quellen: BBC, HBO, IMDB, Youtube

Oscar 2012 – Die Gewinner

Am 26. Februar war es mal wieder soweit, in Los Angeles wurden die Academy Awards zum 84. Mal vergeben. And the Winners are:

Bester Film / Best Picture
„The Artist“ – Thomas Langmann


Regie / Directing
Michel Hazanavicius – „The Artist“


Hauptdarsteller / Actor in a Leading Role
Jean Dujardin – „The Artist“


Hauptdarstellerin / Actress in a Leading Role
Meryl Streep – „Die Eiserne Lady“


Nebendarsteller / Actor in a Supporting Role
Christopher Plummer – „Beginners“


Nebendarstellerin / Actress in a Supporting Role
Octavia Spencer – „The Help“


Filmmusik / Original Scorey
„Die Eiserne Lady“ – Mark Coulier, J. Roy Helland


Original Song / Song
„Die Muppets“ – Bret McKenzie (Man or Muppet)


Sound / Ton
„Hugo Cabret“ – Tom Fleischman, John Midgley


Tonschnitt / Sound Editing
„Hugo Cabret“ – Philip Stockton, Eugene Gearty


Drehbuch / Screenplay Written
„Midnight in Paris“ – Woody Allen


Drehbuch -Adaption / Screenplay Based on
„The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“ – Alexander Payne, Nat Faxon, Jim Rash


Ausstattung / Art Direction
„Hugo Cabret“ – Dante Ferretti, Francesca Lo Schiavo


Schnitt / Film Editing
„Verblendung“ – Kirk Baxter, Angus Wall


Maske / Makeup
„Die Eiserne Lady“ – Mark Coulier, J. Roy Helland


Kostüme / Costume Design
„The Artist“ – Mark Bridges


Spezial Effekte / Visual Effects
„Hugo Cabret“ – Rob Legato, Joss Williams, Ben Grossman, Alex Henning


Kamera / Cinematography
„Hugo Cabret“ – Robert Richardson


bester ausländischer Film / Foreign Language Film
„Nader und Simin – Eine Trennung“ (Iran) – Regie: Asghar Farhadi


Animationsfilm / Best Animated Picture
„Rango“ – Gore Verbinski


Kurzfilm / Short Film
„The Shore“ – Terry George, Oorlagh George


Kurz-Animationsfilm / Short Film-Animation
„The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore“ – William Joyce, Brandon Oldenburg


Kurz-Dokumentarfilm / Documentary: Short Subject
„Saving Face“ – Daniel Junge, Sharmeen Obaid-Chinoy


Dokumentarfilm / Documentary: Feature
„Undefeated“ – T. J. Martin, Dan Lindsay, Richard Middlemas

(Quelle: Oscar)